Lothar-Meyer-Gymnasium Varel

„Ich bin dann mal weg!“

(26.6.18, Pl) Frei nach diesem Motto machten sich 14 Schülerinnen und Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums zusammen mit Frau Thomas und Herrn Palloks auf den Pilgerweg von Porto nach Santiogo de Compostela.

Im Rahmen des Seminarfachs „Jakobsweg“ hat sich die Gruppe zwei Jahre intensiv auf den Pilgerweg vorbereitet und nachdem die Fahrt durch Krankheit im Herbst ausfallen musste, wurde sie nun vom 31.05. bis 10.06.2018 nachgeholt.
Trotz aller Widrigkeiten (Flugverspätungen, Anschlusszüge, Wetter und Fußprobleme) pilgerte die Gruppe die letzten 124 km bis Santiago auf dem Camino Portuges und jeder einzelne darf sich damit nun offiziell Pilger nennen, denn zu Fuß müssen die letzten 100 km gepilgert worden sein.

Letztendlich wurden die 124 km in sechs Tagesetappen durchgeführt, die kurz vor der spanischen Grenze in Portugal begannen, zwischen 18 und 23 km lang waren und in mehreren Stunden oft bei Nieselregel absolviert wurden. Besonders erwähnenswert ist dabei die wunderschöne Landschaft, durch die man lief: durch mittelalterliche Städte, kleine nahezu verlassene Dörfchen, Wälder, über Berge, den Atlantik streifend, zwischen Weinreben und auf herrlichen Wanderwegen. Immer den Wegweisern in Form von Muscheln hinterher.

Für die Gruppe war es eine gelungene Erfahrung. So lange an der frischen Luft, mit seinen ca. 7-9 kg Gepäck auf dem Rücken und über weite Strecken mit sich selbst beschäftigt, sind wir sicher alle bisher nicht gewandert. Unterwegs traf man immer wieder andere Pilger, sei es auf dem Weg oder in einer Gaststätte, in der man sich kurz ausruhte, die sich fröhlich mit „Buen Camino“ grüßten.

In Santiago nahmen wir dann in der Kathedrale an der offiziellen Pilgermesse teil, die durchgehend auf Spanisch die komplette katholische Zeremonie einer Messe bot. Abschließend und zur Regeneration gab es dann noch einen Pausentag in dieser wunderschönen Stadt und im Ausgangsort Porto. Von dort ging es zurück in die Heimat.

Wir vermissen es jetzt schon, durch Galicien zu pilgern und denken gerne an die Zeit zurück.