Lothar-Meyer-Gymnasium Varel

Vom Fischer und seiner Frau

(9.2.19, Tr) Wie in jedem Jahr besuchte der 6. Jahrgang des Lothar-Meyer-Gymnasiums ein Theaterstück in der näheren Umgebung. Dieses Mal stand das Märchen  „Vom Fischer und seiner Frau. Warum ein NEIN genauso wichtig wie ein JA ist “ im Theater Laboratorium in Oldenburg auf dem Plan – ein Lehrstück zu der Frage, was es braucht, um glücklich und zufrieden zu leben.

Ein armer Fischer fängt eines Tages einen Butt, der behauptet, ein verwunschener Prinz zu sein. Er entlässt ihn wieder ins Meer. Eigentlich könnte die Geschichte hier zu Ende sein, gäbe es da nicht die Frau des Fischers, die Ilsebill, die ihren Mann dazu drängt, als Dank für die Rettung sich doch etwas von dem verwunschenen Prinzen zu wünschen. Sie will eine größere Hütte. Die bekommt sie auch. Doch damit ist sie nicht zufrieden. Immer größer und größenwahnsinniger werden ihre Wünsche.

Ihr Mann teilt ihre Wünsche nicht und wird immer unglücklicher. Aber „Nein!“ zu sagen, das traut er sich nicht. So wird Frau Ilsebill Königin, Kaiserin und sogar Päpstin, allerdings ist sie nie damit zufrieden. Dann jedoch wünscht sie sich das Unmögliche: Sie möchte Gott sein. Und schwupps - ist sie wieder eine arme Fischersfrau, die zu Hause in der kleinen Hütte sitzt. Das Märchen lässt die Frage unbeantwortet, ob und wie die Fischersleute denn nun wirklich glücklich und zufrieden werden.

Das Theater Laboratorium schickt beide kurzerhand in eine Psychotherapie. Der Fischer muss lernen, auch einmal „Nein!“ zu sagen und sich gegen seine Frau durchzusetzen und Ilsebill muss versuchen herauszufinden, was sie denn nun glücklich macht. Wie immer bezog Pavel Möller-Lück in dem Ein-Mann-Stück sein Publikum mit ein, was mit viel Lachen honoriert wurde. Haben die Schüler etwas gelernt? Mussten sie das? Auf die Frage, was er sich denn vom Butt wünschen würde, antwortete ein Sechstklässler: „Nichts!“ Er wäre eigentlich insgesamt zufrieden.