Lothar-Meyer-Gymnasium Varel

Projekt Klimaschutz: Eine LMG-Delegation fährt zur Klimademonstration „Fridays for future“ in Oldenburg

(02.04.2019, Kb/Ka) Am Freitag, den 15. März 2019, durften wir – 30 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9-11 begleitet von drei Lehrkräften –  zusammen mit 2.500 anderen Schülern, Lehrern und Umweltaktivisten an der globalen „Fridays For Future“-Demonstration in Oldenburg teilnehmen. Wir haben aber nicht die Schule geschwänzt, sondern uns vielmehr verpflichtet, uns mehrmals am Nachmittag fundiert mit dem Thema „Klimawandel“ auseinanderzusetzen. In diesen Unterrichtsstunden haben wir die Folgen geklärt und auch herausgearbeitet, was wir selbst und die Schule leisten können, um dem Slogan „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ Inhalt zu verleihen.

Die Folgen des anthropogenen (= durch den Menschen verursachten) Klimawandels sind schon heute zu spüren und werden sich in Zukunft noch verschärfen. Da die Temperaturen weltweit steigen, erhöht sich durch das Schmelzen der Schnee- und Eisflächen der Meeresspiegel. Seit 1901 wird ein jährlicher Anstieg von 1,7 mm gemessen. Außerdem tauen die Permafrostböden in Sibirien, in der Arktis und auf Grönland auf, wodurch Methan freigesetzt wird. Das ist 20-mal gefährlicher als Kohlenstoffdioxid. Durch in Zukunft fehlenden Niederschlag in Ost-Amazonien wird der tropische Regenwald noch stärker zurückgehen, sodass weitere wichtige Kohlenstoffdioxidspeicher verloren gehen. Insbesondere in den Entwicklungsländern werden Wassermangel, Hungersnöte und bestimmte Krankheiten (z.B. Malaria) zunehmen. Für uns an der Nordseeküste bedeutet die Klimaerwärmung, dass es größere und gefährlichere Sturmfluten und häufiger Starkniederschläge und Gewitter geben wird.      


Dies sind nur ein paar Folgen des anthropogenen Klimawandels, ausgelöst durch unseren unermüdlichen Ressourcenverbrauch und unsere intensive Landwirtschaft.

20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen: Jedes Jahr werden allein 13 Millionen Hektar Wald unwiederbringlich vernichtet und 75% der Fischgründe sind vollkommen erschöpft. Durch den Menschen sterben die Lebewesen 1.000-mal schneller aus als die Natur es vorgesehen hatte. In den Ozeanen befinden sich riesige Müllstrudel, dabei ist der meiste Müll am Meeresgrund und deshalb nicht sichtbar. Fische verwechseln insbesondere Mikroplastik mit Plankton; sie landen schließlich auch in unserer Nahrungskette. Jedes Jahr verenden bis zu 100.000 Meeressäuger und eine Million Seevögel an Plastik, indem sie mit vollem Magen verhungern oder sich verfangen.

Wir Menschen wissen, dass unser verschwenderischer Lebensstil der Erde massiv schadet. Doch wir verdrängen dies, weil wir keine Rohstoffe sparen oder auf sie verzichten wollen. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Einzelne von uns sich dazu entschließt, umweltbewusster zu leben, damit auch noch unsere Nachgenerationen die Schönheit und Vielfalt der Erde kennenlernen und erleben können.    

Deshalb sollten wir unsere eigene Gewohnheiten unverzüglich umstellen:

  • anstatt mit Plastiktüten mit Stoffbeuteln einkaufen gehen,

  • das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen,

  • sich im Winter wärmer anziehen, um weniger heizen zu müssen,

  • überwiegend regionale und nicht aus Massentierhaltungen stammende Produkte kaufen,

  • Strom sparen, nicht benötigte Lichtquellen abschalten u.v.m.

Auch als Schule müssen wie etwas verändern, z.B.:

  • bei Klausuren und Arbeiten sollten wir auf Hefte verzichten (mit losen Blättern würden wir erheblich Papier sparen),

  • könnten wir zudem Müllsammelaktionen durchführen oder insektenfreundliche Bäume, Sträucher und Blühstreifen pflanzen,

  • Arbeitsblätter reduzieren.

Jeder einzelne Person soll über sein eigenes Handeln nachdenken und überlegen, welchen Beitrag sie leisten kann!