Lothar-Meyer-Gymnasium Varel

Unsere Schülerzeitung KAKTUS

von Lukas H. und Peter S., Jg. 11, im Januar 2011

Zwei Redakteure auf Spurensuche: Was den KAKTUS im Innersten wohl zusammenhält? Ein spontan entstandener Dialog – wie soll es auch anders sein! -, wie er lebendiger, echter, authentischer und druckreifer – na klar! - kaum sein könnte – einfach: wie aus dem Leben gerissen.

Peter: Mittwochs, 7. Stunde. Und wieder geht's hinab ins Kellerverlies unterhalb des schon seit einiger Zeit Einsturz gefährdeten T-Trakts des LMG...

Lukas: ...dort, wo man auch gut Leichen verstecken könnte, dort konstituiert sich der Kaktus  abgeschottet und isoliert von der Außenwelt. Hier lassen wir uns von niemandem in die Suppe spucken, hier feiern wir unsere Meinungsfreiheit über alles und jeden.

Peter: Allerdings sind wir keine Mitglieder des örtlichen Henkervereins oder eine Gruppierung von Leichen schändenden Irren...

Lukas: ...sondern ein vollverrücktes Team, das mit Leidenschaft die Probleme des Schulalltags aus dem Wege zu räumen versucht – zumindest sollte es so sein. Man sitzt beisammen in einer vertraut lockeren Atmosphäre und verdaut in einem Gespräch seine schulischen Erlebnisse. In Form von Artikeln verarbeiten und erörtern wir dann – idealerweise - all die Widrigkeiten des Schulalltages, die sich für jedermanns Wohlergehen als Stolpersteine erweisen.

Peter: Das unübersichtliche Geplaudere wird jäh unterbrochen, wenn Frau Funch pünktlich zum Klingeln um die Aufmerksamkeit der ihr zugeteilten Schülerschaft buhlt. Nachdem Lukas mit einem nachhallenden "Schhhhhhhhhhh" für Ruhe gesorgt hat, geht es langsam in die produktive Phase. Es werden aktuelle Themen auf den Tisch geschmissen und diskutiert sowie auf ihre mögliche Bedeutung für den KAKTUS abgeklopft. Außerdem stellen sich wesentliche Fragen zum Ablauf, z.B. die, wie weit man mit seiner Recherche ist, wer seine Artikel noch nicht abgeliefert oder wer seine Rechnungen noch nicht weitergeleitet hat.

Lukas: Allein die wöchentliche Redaktionssitzung kann unsere Arbeitslust nicht stillen – es ist das Arbeiten am Layout, das zumeist aufs Wochenende fällt, und selbstredend das Verfassen von Artikeln, die den KAKTUS zu weit mehr als nur einer AG machen. Mit dem schweißtreibenden Schulalltag nicht gleichzusetzen.

Peter: Natürlich herrscht beim KAKTUS aber eine Arbeitsteilung, sodass nicht jeder immer beim Layout zugegen ist. Jeder macht das, was er am besten kann, sei es das Verfassen von Artikeln, das Mitwirken am Layout, d.h. der Gestaltung der Ausgabe, oder das Führen von Umfragen und Interviews. Das macht Sinn, zumal uns für das Layout nur zwei Computer zur Verfügung stehen.

Lukas: Des Weiteren führt der KAKTUS einen, ganz zwangsläufig, heran ans journalistische Arbeiten – im Hinblick darauf lernt man Nützliches und macht interessante Erfahrungen, beispielsweise beim Auswerten von Interviews.

Peter: Abgesehen von seinem journalistischen Aufklärungsauftrag, der ihn zu einer produktiven Arbeitsgemeinschaft werden lässt, ist der KAKTUS aber auch jederzeit für persönliche und private Dinge seiner Mitglieder offen, und auch wenn wir noch keine eigene Nummer gegen Kummer haben, wird sich hier geholfen und unterstützt. Der KAKTUS und seine gemütlichen Qualitäten wie das Teekochen und -trinken, das gemeinschaftliche Beisammensein und die alljährliche Weihnachtsparty bei Frau Funch geben unserer Redaktion ihr unverwechselbar heimeliges Flair, weswegen sie schon für viele ihrer Mitglieder unersetzbar geworden ist.

Lukas: Mittwochs die siebente Stunde ist - jedes Mal aufs Neue - ein Abenteuer. - Sofern dich unser fingierter Dialog nun nicht ganz kalt gelassen hat und wir dein Interesse wecken konnten, so fühl dich herzlich eingeladen, unseren Treffen einmal beizuwohnen.

Peter: Wer jetzt aber denkt, er könne zu uns kommen, nur um sich die Plauze mit Kuchen vollzustopfen, der hat sich GESCHNITTEN!

Lukas: Denn: Wer essen will, muss auch backen – nein: schreiben!

Interessiert?

Redaktionstreffen: mittwochs ab 14:00 Uhr im Kaktus-Redaktionsraum (Keller T-Trakt)

Layouttreffen: bis der letzte Artikel geschrieben, die letzte Seite layoutet, der (beinahe) letzte Rechtschreibfö(!)hler gefunden und das Beste daraus gemacht ist. Erst dann werden wir wieder feststellen, dass man auch regelmäßig schlafen und gesund essen kann.

Beratungslehrerin: StR' Marion Funch